3.09 G Best Difficulty: Mein Bitaxe Gamma 601 hatte eine gute Nacht
Heute Morgen hatte ich beim Blick ins AxeOS-Dashboard einen kleinen Aha-Moment. Mein Bitaxe Gamma 601 hatte über Nacht einen neuen persönlichen Bestwert erreicht:
Best Difficulty
3.09 G all-time best (0.0025%)
3.09 G session best (1d 11h)
Das ist kein Blockfund. Auch kein „fast gewonnen“. Aber für so einen kleinen Miner ist es trotzdem ein schöner Wert. Genau solche Momente machen Solo-Mining mit einem Bitaxe interessant. Man sieht nicht nur, dass das Gerät läuft, sondern auch, dass es tatsächlich arbeitet und über die Zeit neue Bestwerte erzeugt.
Gleichzeitig zeigt der Wert sehr gut, warum man Solo-Mining nüchtern betrachten muss. 3.09 G klingt erst einmal groß. Die daneben angezeigten 0.0025 % holen einen aber sofort wieder auf den Boden zurück.
Was zeigt „Best Difficulty“ überhaupt?
Die Best Difficulty zeigt den besten Share, den der Miner bisher gefunden hat. Einfach gesagt: Der Miner probiert ständig Hashes aus. Einige davon erfüllen eine bestimmte Schwierigkeit und werden als Shares gewertet.
Je höher die Difficulty eines Shares, desto besser war dieser einzelne Treffer.
Beim normalen Pool-Mining schaut man eher auf regelmäßige Shares und anteilige Auszahlungen. Beim Solo-Mining ist die Best Difficulty spannender, weil sie zeigt, wie gut der beste bisherige Versuch war.
In meinem Fall steht dort:
3.09 G
Das bedeutet: Mein Miner hat einen Share mit einer Difficulty von rund 3,09 Milliarden gefunden.
Für einen Bitaxe Gamma 601 ist das ein ordentlicher persönlicher Wert. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
All-time best und session best
AxeOS zeigt hier zwei Werte an:
All-time best ist der beste Wert, den der Miner insgesamt bisher erreicht hat.
Session best ist der beste Wert seit dem letzten Start beziehungsweise innerhalb der aktuellen Laufzeit.
Bei mir waren beide Werte gleich:
3.09 G all-time best
3.09 G session best (1d 11h)
Das heißt: Der Miner lief in dieser Session seit ungefähr 1 Tag und 11 Stunden und hat dabei gleichzeitig den bisherigen Gesamt-Bestwert erreicht.
Für mich ist genau das der schöne Punkt an solchen kleinen Minern. Man lässt sie laufen, schaut später ins Dashboard und sieht, dass sich tatsächlich etwas getan hat.
Die 0.0025 % sind der entscheidende Teil
Neben dem Bestwert steht im Dashboard:
0.0025 %
Diese Zahl ist wichtig für die Einordnung. Sie zeigt, wie weit dieser Share ungefähr von der aktuell nötigen Schwierigkeit für einen echten Bitcoin-Block entfernt war.
Grob gerechnet:
100 % / 0.0025 % = 40.000
Der beste Share lag also etwa bei 1/40.000 dessen, was für einen gültigen Block nötig gewesen wäre.
Das klingt deutlich weniger spektakulär als 3.09 G. Aber genau diese Einordnung ist wichtig. Der Miner hatte einen guten Share. Er war aber nicht „kurz vor dem Blockfund“.
Warum ich mich trotzdem darüber freue
Trotzdem: Ich freue mich über den Wert.
Nicht, weil daraus direkt etwas entstanden ist. Nicht, weil der Miner kurz vor dem Jackpot stand. Sondern weil es ein echter Wert aus meinem eigenen Betrieb ist.
Der Bitaxe läuft, verbindet sich mit dem Pool, liefert Shares und erreicht einen neuen persönlichen Bestwert. Das ist für ein technisches Hobbyprojekt genau der Punkt, der Spaß macht.
Solche Werte zeigen:
- der Miner läuft stabil
- der ASIC arbeitet
- die Poolverbindung passt
- Shares werden gefunden
- die Session liefert echte Ergebnisse
- der persönliche Bestwert wurde verbessert
Das ist kein großer Erfolg im wirtschaftlichen Sinn. Aber es ist ein kleiner technischer Erfolg.
Die aktuellen Werte aus AxeOS
Zum Zeitpunkt des Screenshots sah das Dashboard insgesamt recht ordentlich aus:
- Hashrate: ca. 1.34 TH/s
- Efficiency: ca. 15.01 J/TH
- Shares: 33.795
- Best Difficulty: 3.09 G
- ASIC-Temperatur: ca. 60 °C
- Leistungsaufnahme: ca. 20 W
Für meinen Bitaxe Gamma 601 ist das ein sauberer Lauf. Die Hashrate passt, die Effizienz sieht gut aus, die Temperatur ist unauffällig und der Miner läuft stabil.
Gerade diese Kombination macht den Reiz aus: ein kleiner BM1370-ASIC auf dem Tisch, rund 20 Watt Leistungsaufnahme, dazu echte Mining-Daten im Dashboard.
Ein guter Share ist noch kein Block
Das muss man klar sagen: 3.09 G Best Difficulty ist kein Blockfund.
Ein gültiger Bitcoin-Block muss die aktuelle Netzwerk-Difficulty erfüllen. Der Best-Difficulty-Wert im Dashboard zeigt nur, wie gut der beste Share des Miners bisher war.
Beim Solo-Mining kann dieser Wert über die Zeit immer wieder steigen. Manchmal passiert lange nichts Auffälliges, dann steht plötzlich ein neuer Bestwert im Dashboard.
Das ist spannend. Aber mathematisch bleibt es eine Lotterie.
Ein einzelner kleiner Miner mit etwa 1 TH/s ist im Verhältnis zum gesamten Bitcoin-Netzwerk winzig. Die theoretische Möglichkeit ist da. Die Wahrscheinlichkeit bleibt extrem klein.
Warum solche Zwischenwerte wichtig sind
Gerade weil die Chance auf einen echten Blockfund so klein ist, sind solche Zwischenwerte interessant. Sie machen sichtbar, dass der Miner nicht einfach nur Strom verbraucht und Zahlen anzeigt, sondern tatsächlich mitarbeitet.
Man sieht:
- der Miner findet Shares
- die Session entwickelt sich
- der beste Share kann sich verbessern
- der ASIC läuft stabil
- die Werte im Dashboard haben einen echten Bezug zum Mining
Das ist für mich einer der Hauptgründe, warum kleine Solo-Miner spannend sind. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie Mining funktioniert, ohne eine große Mining-Anlage zu betreiben.
Solo-Mining bleibt eine Lotterie
Der Wert zeigt ziemlich gut, warum der Begriff Mining-Lotterie bei kleinen Solo-Minern passt.
Auf der einen Seite steht ein kleiner Miner auf dem Tisch. Er läuft mit überschaubarer Leistung, zeigt seine Werte in AxeOS und arbeitet leise vor sich hin.
Auf der anderen Seite steht das weltweite Bitcoin-Netzwerk mit einer gigantischen Rechenleistung.
Dazwischen liegt diese winzige Chance.
Das macht Solo-Mining mit einem Bitaxe nicht sinnlos. Man muss es nur richtig einordnen. Es ist kein planbares Ergebnis, sondern ein technisches Experiment mit einer extrem kleinen theoretischen Trefferchance.
Warum ich solche Werte dokumentiere
Ich dokumentiere solche Werte nicht, weil sie riesig wären. Ich dokumentiere sie, weil sie den Betrieb nachvollziehbar machen.
Bei kleinen Minern passiert vieles im Hintergrund. Der Lüfter läuft, AxeOS zeigt Zahlen, der Miner arbeitet. Aber erst durch solche Werte wird es greifbarer. Man sieht eine Entwicklung. Man sieht, dass der Miner nicht nur online ist, sondern wirklich Shares liefert. Und man bekommt ein besseres Gefühl dafür, welche Größenordnungen beim Solo-Mining eine Rolle spielen.
Genau deshalb gehört so ein Wert für mich in den Blog. Nicht als Sensationsmeldung, sondern als Praxisnotiz aus dem echten Betrieb.
3.09 G ist kein Blockfund. Aber es ist ein neuer persönlicher Bestwert. Und für einen kleinen Bitaxe Gamma 601 ist das ein guter Anlass, einmal genauer hinzuschauen.
Was ich daraus mitnehme
Der Miner hat über Nacht nicht „fast einen Block gefunden“. Das wäre übertrieben. Er hat aber einen neuen persönlichen Bestwert erreicht.
Und genau solche Werte machen den Betrieb interessant.
Man kann daran gut erklären, was Best Difficulty bedeutet, warum gute Shares motivieren und warum man trotzdem realistisch bleiben muss.
Für mich ist das der richtige Blick auf den Bitaxe Gamma 601: ein kleines Stück Bitcoin-Mining zum Anfassen. Nicht nur Theorie, nicht nur Zahlen aus dem Internet, sondern echte Werte vom eigenen Gerät.